Neues Album von Reffert & Goos

aaa_stone_coldStone Cold & Broken - Gitarrenschmankerl aus dem Rhein-Neckar Dreieck

Das Zusammentreffen beider Gitarrenvirtuosen kommt nicht ganz so überraschend, wie allgemein vermutet wird. Kennen sich Reffert und Goos doch bereits seit den 80ern. Damals waren sie (noch in unterschiedlichen Formationen) bei dem kleinen Label "software" unter Vertrag. 1995 produzierte Goos Refferts CD "Can White Boys Sing The Blues?" und trug ebenso einige Gitarrenparts zu der Veröffentlichung bei.

Ungewöhnlich sind in jederlei Hinsicht das Zusammenspiel der Musiker und Hans Refferts erneutes Comeback als Sänger – dessen Sprechgesang irgendwo zwischen Mark Knopfler und Roger Waters zu verorten ist, aber sicherlich nur peripher mit Tom Waits verglichen werden kann.Herausgekommen ist dabei ein Roadmovie Soundtrack der ganz besonderen Art.

Letztendlich schließt STONE COLD & BROKEN da an, wo WESTLICH Bb9 endete. Hans Refferts hinreißend psychedelisch bluesiges Spiel auf der Lap-Steel kokettiert dabei genüsslich gemütlich mit den klassisch folkloristisch bis jazzig eingefärbten Gitarren-Licks und glasklar herausperlenden Arpeggien von Werner Goos. Zumeist in Moll gehalten und dabei herzerwärmend melancholisch. Ehrliche Lieder über die Liebe und anderes Unglück – wie sie nur zwei Musiker spielen können, die keine Allüren nötig haben. Das ist weniger traurig, als stimmungsvoll. Zu den schönsten Stücken auf der CD gehören dabei „Listen to the wind“ und „The missing link“, die sich selbstredend als Anspieltipp empfehlen.

 
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